, Helene Kurth

Frauenriege am Turnfest 2016

Und wieder ist ein Jahr vergangen. Das Turnfest 2016 stand vor der Tür und auch für die Frauenriege hiess es: trainieren, trainieren, trainieren. Das taten wir dann auch. Petrus hat es in den Trainings immer gut mit uns gemeint, vom Anfang bis zum Schluss konnten wir mehr oder weniger im Trockenen üben. Der Regenschutz wurde höchstens als Kälteschutz „missbraucht".

Die Trainings liefen gut, wir waren überrascht, wie gewisse Abläufe sich wohl oder übel automatisiert hatten. Wir mussten nicht wie letztes Jahr bei Adam und Eva beginnen, sondern nur bei Eva. Zwei neue Spiele galt es zu erlernen. Diese hatten es allerdings in sich. Während sich der Unihockeyparcours relativ leichtfüssig zeigte, hatte es der 8-er Ball faustdick hinter den Ohren. Eine kleine Abweichung im Ablauf, ein kleines Missgeschick beim Fangen und schon war das Chaos perfekt. Doch auch hier hatte die Frauenriege Lösungen parat. Mit ein paar Tricks konnten wir uns den Ablauf dann doch endlich merken und fielen nicht dauernd aus dem Konzept. Auch bei den bestehenden Spielen optimierten wir den Ablauf, die Geschwindigkeit und auch die Fertigkeiten der einzelnen Turnerinnen (der Ball musste doch irgendwie in den Korb zu kriegen sein).

Das gab uns letzten Endes ein gutes Gefühl und wir reisten am 4. Juni 2016 um 7.30 Uhr mit dem ÖV nach Bellach. Die Sonnenbrille blieb zu Hause, dafür kamen jede Menge trockene Kleider und wiederum der Regenschutz mit. Um 10.30 Uhr hatten wir unseren ersten Wettkampfteil zu bestreiten: Fuss-Ball-Korb und Ball-Kreuz. Der ganz grosse Wow-Effekt blieb aus. Doch wir hatten ja noch 2 weitere Wettkampfteile Zeit, das ganze Resultat ein wenig aufzupeppen. In den folgenden Spielen lief es uns mal ziemlich gut und mal nicht so gut. Im Unihockey überraschten wir mit guten Resultaten, während unser «neuer», der 8-er Ball auch überraschte, leider im negativen Sinn. Die zwei letzten Spiele (Moosgummiring und Intercross) liefen dagegen wiederum gut. Der sogenannte Exploit blieb aber auch dieses Mal aus.

Mit der Schlussnote von 23.72 und dem 11. Schlussrang waren wir nicht ganz zufrieden. Ich bin nicht Freund der Ausreden. Darum sage ich auch nicht, der rutschige Boden war schuld, oder das Stoppelfeld oder, oder, oder. Die Bedingungen waren für alle gleich. Wir waren gut vorbereitet, hatten gute Resultate im Training. Ich denke das ganze nennt man dann Wettkampfpech.

Als Frauenriege sind wir in der überaus glücklichen Lage, niemandem - ausser uns selbst - etwas beweisen zu müssen. Wir wissen was wir können und zu was wir fähig sind. Wir sind gut in dem was wir tun. Darum liessen wir uns selbstverständlich die gute Laune nicht verderben und schritten daher vergnügt dem zweiten und sowohl letzten Teil des Turnfestes entgegen: dem Festen, Feiern, Singen und Tanzen. Auch in diesem Jahr hatten die Festbänke einiges auszuhalten. Die Stimmbänder wurden ein weiteres Mal strapaziert, während die Welt ausserhalb des Festzeltes bei Dauerregen unterzugehen schien. Auch davor liessen wir uns nicht beirren, wir waren ja schliesslich im Trockenen.

Das diesjährige Fazit nach dem Turnfest lautet definitiv: Weitermachen! Wir werden in den kommenden Wintermonaten die einzelnen Elemente der Spiele nochmals genau studieren und gezielt trainieren.

Danke an Euch, liebe Frauen. Ihr habt das wie immer super gemacht. Seid stolz auf Euch und behaltet das Ziel immer vor Augen, trotz Regen, Hagel und Stürmen.

Ich wünsche allen einen schönen Sommer, bleibt gesund und habt eine gute Zeit.